80.000 € für die Nationalteams

Die U 20-Nationalmannschaft geht mit viel Zuversicht udn Freude in die diesjährige Saison.

Die U 20-Nationalmannschaft, hier beim Trainingscamp in Münster, geht mit viel Zuversicht und Freude in die diesjährige Saison.

Köln. Die Ultimate-Abteilung des Deutschen Frisbeesportverbandes (DFV) hat neue Förderrichtlinien für die Nationalmannschaften aufgestellt. In einem wochenlangen Prozess ist zwischen dem neuen Nationalmannschaftskomitee der Ultimate-Abteilung, der Ultimate-Jugend und der Abteilungsleitung ein Kompromiss ausgehandelt worden, dessen wesentliche Veränderung in der Einführung eines Planungszeitraums besteht. Ab sofort wird das Budget für die Ultimate-Nationalmannschaften des DFV, das auf 80.000 Euro für diesen Zeitraum festgelegt wurde, für einen „Vier-Jahre-Zyklus“ verwendet.

„Der Förderzeitraum ist nicht auf ein Kalenderjahr ausgelegt, sondern auf ein Event hin gerichtet“, heißt es in der Veröffentlichung. Für Konfliktpotenzial sorgt sicherlich die rückwirkende Regelung, denn die Förderrichtlinien gelten ab dem 1. Januar 2016. Dies ist insofern problematisch, da sich die Seniorenteams in der Vorbereitung auf die Weltmeisterschaft in London befinden. Auch die Juniorenmannschaften stehen kurz vor dem Abschluss ihres Trainingszykluses für Welt- beziehungsweise Europameisterschaften.

Das Open-team tritt im Juni, wie auch die Frauen udn die Mixed-Mannschaft in London an, um den DFV für die World Games 2017 in Breslau zu qualifizieren.

Das Open-Team tritt im Juni, wie auch die Frauen und die Mixed-Mannschaft, in London an, um den DFV für die World Games 2017 in Breslau zu qualifizieren.

Die Anzahl der DFV-Ultimate-Nationalteams ist sehr hoch. 23 Senioren-Mannschaften und 22 Junioren-Teams (jeweils weibliche und männliche U 17, U 20 und U 23) führt die Richtlinie als förderfähig auf. Theoretisch ist damit jeder vierte DFV-Ultimateakteur in Deutschland Nationalspieler.

Zudem belastet die soziale Komponente der Übereinkunft die Unterstützung der Teams und des Trainerstabes. Nach der notwendigen Abschaffung des SupporterClub, der keine DFV-Mittel mehr erhielt und auch im Sponsorenmarkt erfolglos blieb, durch die DFV-Delegiertenversammlung Anfang April in Darmstadt wird nun über die Förderrichtlinien für die Nationalmannschaften versucht, soziale Gerechtigkeit innerhalb der Frisbeewelt zu schaffen. Dies ist vergleichbar, sicherlich auch mit dem enormen Verwaltungsaufwand und die vielfach empfundenen und vorhandenen Ungerechtigkeiten bei der Fahrtkostenumlage der Ultimate-Abteilung.

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *