Disziplinen

frisbee_piesAlles fing vor knapp 100 Jahren damit an, dass amerikanische Kinder sich Tortenbleche der Firma Frisbie Pie Company zuwarfen. 1959 erfand Fred Morrison die Wurfscheibe, die unter dem Namen Frisbee weltweite Verbreitung fand. Der Spielzeugfabrikant Wham-O stieg ein und machte Frisbee, dessen Namensrechte noch immer bei der Firma liegen, zum Business.

Studenten der Elite-Universität Yale, in der Nähe der namensgebenden Torten-Bäckerei, hatten sich schon in den vierziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts die Tortenböden auf ihrem Campus zugepasst und dabei laut „Frisbie“ gerufen, um Unbeteiligte vor dem harten Wurfgeschoss zu warnen. Aus „Frisbie“ wurde „Frisbee“.

In den Jahrzehnten danach eroberte das Frisbee (die Spieler selbst sprechen von „die Frisbee“)  die Welt. Etliche neue Sportarten entstanden, die bekannteste davon ist „Ultimate Frisbee“. Der Rekord im Frisbee-Weitwurf, 2014 bei den „Fall Desert Wind Open“ in Primm (Nevada, USA) vom Discgolfer Simon Lizotte mit einer 157 Gramm Scheibe erzielt, liegt bei 263,2 Meter.

 

Guts: Das erste Frisbeespiel war Guts. Der Begriff bedeutet im deutschen so etwas Mumm oder Schneid. Die Teams mit jeweils fünf Spielern stehen sich im Abstand von 14 Meter gegenüber. Sie bilden eine Reihe, die so breit ist, dass die Akteure einer Mannschaft mit ausgestreckten Arrmen an den Fingerspitzen berühren. Die Guts-Frisbee ist 125 Gramm schwer. Ziel ist es, die Frisbee so hart zur gegnerischen Mannschaft zu werfen, dass kein Spieler sie mit einer Hand fangen kann. Sobald die Scheibe von zwei Spielern zugleich oder von zwei Körperteilen eines Spielers zugleich berührt wird, gilt sie als nicht gefangen. Das werfende Team erhält dann einen Punkt. Das fangende Team erhält einen Punkt, wenn die Frisbee nicht in den Fangbereich geworfen wurde. Um die Scheibe zu verlangsamen, blockt das Fängerteam sie häufig so, dass sie möglichst senkrecht nach oben fliegt, da sie dann leichter mit den weiteren Kontakten gefangen werden kann. Berührt die Frisbee den Boden, gilt sie als nicht gefangen. Gespielt wird bis 15 oder 21 Punkte erreicht sind.

 

Ultimate Frisbee: Der Mannschaftssport

Discgolf: Der Individualsport wächst und wächst.

Freestyle: Die kreative Spielart mit der Frisbee

Discdogging: Es fing mit eine Guerilla-Aktion an

Double Disc Court: Die „2“

Field-Events: Schon früh entwickelten sich Overall-Wettbewerbe

Frisbiathlon: Eine völlig neue Frisbeesportart ist der Biathlon aus Laufen und Werfen.

Minidiscgolf: Beim Discgolf wirde eine 20-Gramm-Scheibe als Positionsmarkierer verwendet. Auch diese kleine Scheibe kann, sogar sehr weit, wie Simon Lizotte mit seinem Rekordwurf über 160,9 Meter bewies, geworfen werden. Auf spezielle kleine Discgolfkörbe mit Bahnen, die Hindernisse wie beim Minigolf besitzen, werden soghar Turniere veranstaltet.